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Steinhude

Steinhude liegt am Südufer des Steinhuder Meeres. Im Osten ist das Fischerdorf mit seinem Nachbarort Großenheidorn zusammengewachsen. Im Süden liegen die Bundesstraße 441 und ein kleines Waldstück, das Hohe Holz. Ein weiterer markanter Punkt im Süden ist die ca. 140 m hohe Kali-Halde bei Bokeloh. Durch die 1,5 km lange Uferpromenade ist Steinhude mit seinem westlichen Nachbarn Hagenburg verbunden.

Das Steinhuder Meer ist ein Segelparadies, nicht nur für Regattasegler. Nationale und internationale Regatten werden hier ausgetragen. Im Winter finden Wettbewerbe im Eissegeln statt. Rudern, Paddeln, Tretboot-Fahren und Windsurfen runden das Angebot ab.

Die 1974 künstlich angelegte Badeinsel (ca. 35000 m²) mit ihrem schönen flachen Sandstrand, speziellen Arealen zum Sonnenbaden, Liegewiese, zwei Spielplätze. Flache Badezone ist für Familien mit Kleinkindern geeignet. Im Sommer Beachvolleyball-Turniere für Hobbyspieler und Profis, Sunset-Jazz und Konzertreihe (z.T. kostenpflichtig).

Im historischen Scheunenviertel gibt es vielfältige, wechselnde Ausstellungen in der Kunstscheune, einen Wochenmarkt am Samstag. Die Steinhuder Meer Tourismus GmbH und die Infoscheune Naturpark Steinhuder Meer finden Sie ebenfalls im Scheunenviertel Steinhude.


Sport und Freizeit:
Steinhude bietet vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Wanderern und Radfahrern bieten sich interessante Routen und Ziele im Naturpark rund um den See. Rundfahrten mit Pferdekutschen werden auch angeboten. Weitere Touristen-Attraktionen befinden sich auch in unmittelbarer Nachbarschaft Steinhudes.


Regelmäßige Veranstaltungen:
Besondere Höhepunkte sind der Fischerkreidag, das Schützenfest im Juli und das Festliche Wochenende im August mit einem Feuerwerk über dem Steinhuder Meer und einem illuminierten Bootskorso ("Steinhuder Meer in Flammen"). Im Dezember gibt es einen Weihnachtsmarkt.


Geschichte:
Der Uferbereich des Steinhuder Meeres ist seit frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Am Ende des 13. Jahrhunderts wird Steinhude erstmals als "Stenhuthe" urkundlich erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Fischerdorf 1641 fast vollständig zerstört. Die kleine Siedlung lebte von der Landwirtschaft und vom Fischfang und wurde im 17. Jahrhundert zu einer Fleckengemeinde. Im 18. Jahrhundert wurde die Leineweberei zum wichtigsten Wirtschaftszweig. Bereits vor Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Steinhude eine Schokoladenfabrikation, eine der ersten in Deutschland.

Zum Amt Hagenburg gehörig, wurde Steinhude von den Grafen von Schaumburg regiert. Nach der Teilung der Grafschaft wurde Steinhude 1640 Teil der Grafschaft Schaumburg-Lippe.

In der Zeit von 1761-1767 ließ Graf Wilhelm I. zu Schaumburg-Lippe die Festung Wilhelmstein auf einer künstlich aufgeschütteten Insel errichten.

Erst im 20. Jahrhundert begann der Ausbau des kleinen Dorfes zum Fremdenverkehrsort. Der Zuzug der Weltkriegsflüchtlinge, der zunehmende Tourismus und ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung führten zu einer deutlichen Vergrößerung des Ortes.

Nach 1945 gab es mehrere größere Eingriffe in das Orts- und Landschaftsbild. Eine weitere künstliche Insel, die 35000 m² große Badeinsel wurde errichtet. Zwischen Steinhude und Hagenburg wurde ein Damm aufgeschüttet und zur Uferpromenade ausgebaut. Bis 1964 führte die Steinhuder Meer-Bahn (StMB), eine Schmalspur-Eisenbahn von Wunstorf nach Uchte, durch Steinhude.

Die Schaumburger Gemeinde Steinhude wurde im Zuge der Gebietsreform 1974 nach Wunstorf in den erweiterten Landkreis Hannover eingemeindet, der 2001 in der Region Hannover aufging.

Weitere Info über die Steinhuder Meerregion finden Sie auf Steinhude-am-Meer.de